Runderneuerte Reifen
Durch die Runderneuerung erhalten abgefahrene Reifen sicher, umweltschonend und wirtschaftlich ein neues Leben: Bei dieser Methode wird die abgenutzte Lauffläche der Reifen durch eine neue getauscht. Das Ergebnis: Der Reifen kann wieder verwendet werden.
Zu beachten: Nicht jeden Reifen ist es möglich zu erneuern.
Voraussetzungen:
Im „ersten Leben" wurde der Reifen vorschriftsmäßig eingesetzt, mit dem entsprechenden Luftdruck gefahren und gründlich behandelt.
Die Karkasse weist keine starke Verletzungen auf.
Die Wiederverwendung erneuerungsfähiger Karkassen hängt darüber hinaus auch vom Reifentyp ab. Generell gilt:
- PKW-Reifen: 1 mal
- Leicht -LKW-Reifen: meist 1 mal
- LKW-Reifen: 1 bis 3 mal
- Flugzeugreifen: bis zu 12 mal
Die Runderneuerung kann mit Hilfe von zwei Verfahren durchgeführt werden: Kalterneuerung oder Heißerneuerung.
Nach Verbrauch der Lauffläche sind erst etwa 20% eines Reifens verschlissen. Die Karkasse, die etwa 80% des Reifenwertes enthält, ist es möglich, für ein „neues Reifenleben" wieder aufzugummieren.
Zur Herstellung eines LKW- oder Busreifens wird etwa 60-80 kg Gummimischung verwendet. Die Runderneuerung des Reifens benötigt nur etwa 15 kg Gummi. Auf diese Weise ist es möglich, eine bemerkenswerte Menge an Rohstoffen zu sparen.
Zur Produktion eines PKW-Reifens wird etwa 28 Liter Erdöl verwendet. Die Runderneuerung des PKW-Reifens benötigt hingegen lediglich 5,5 Liter Öl.
Durch die Runderneuerung werden in der EU jährlich weit mehr als 500.000 Tonnen Rohöl eingespart.
Runderneuerte Reifen bedeuten auch hohe Kostenvorteile, denn Runderneuerte kosten 45-60% vom Preis eines ähnlichen Neureifens.
Durch die Runderneuerung kann man die Entsorgung abgefahrener Reifen zwar nicht definitiv vermeiden, aber eindeutig reduzieren.
Die Anteile runderneuerter Reifen am PKW- und LKW-Reifen-Ersatzmarkt in europäischen Ländern sind noch sehr verschieden. In Deutschland befindet sich der Anteil der runderneuerten PKW-Reifen bei etwa 10% - im Bereich Winterreifen sogar bei 20%.